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Auf dem Sprung

Am schönsten ist draußen. Das steht für Urban-Sportler außer Frage. Ihr Spielfeld ist nun mal die Stadt mit all ihren Plätzen, Treppen und Mauern. Am zweiten März-Wochenende aber zieht es Traceure, Skatboarder, Stuntscooter und Inlineskater trotzdem nach drinnen. In den Hallen 6 und 7 der Messe Bremen steigt die Passion Sports Convention.

Erster Eindruck auf der Messe

Angebote mit hohem Suchtfaktor: Nicht weniger versprechen die Veranstalter der Messe Bremen für die Passion, die für den einen Szenetreff ist, für den anderen die perfekte Gelegenheit, mal zu zeigen, was er kann  – auf dem Board, am Barren, auf dem Rad oder an der Wand. „Die Messe ist super, um einen ersten Eindruck von Sportarten zu bekommen und vielleicht bei den Workshops erste Grundlagen kennenzulernen“, sagt Traceur Robert Lämmle über die Messe, die im vergangenen Jahr 18.000 Besucher angezogen hat.

Für Lämmle, der bei Bremen 1860 eine Parkour-Gruppe für junge Erwachsene leitet, ist sie seit Jahren ein Fixpunkt im Terminkalender, seit 2012 ist er in jedem Jahr dabei. Damals war der Bremer im Internet gerade erst auf jene Sportart gestoßen, die dem, was er eigentlich schon seit Kindesbeinen machte, endlich einen Namen gab: Parkour. „Ich war ein Zappelphilipp, bin ständig herumgesprungen. Und genau das mache ich bei meinem Sport. Ich war vom ersten Moment an begeistert.“ Ging er anfangs nur zum Gucken und Ausprobieren zur Messe, macht er dort heute vor, was andere zum Staunen bringt.

Workshop auf der Messe

Parcour an Schlachte Bremen. Foto: Tristan Vankann
Der 20-jährige Student der Wirtschaft liebt seinen Sport, der – das ist ihm wichtig - ohne Regeln und  Vorgaben auskommt. Traceure setzen sich zwar Ziele, aber die definieren lediglich eine Örtlichkeit. Wichtig ist, auf direktem Weg von A nach B zu gelangen – ganz egal, welche Mauer im Wege steht. „Es gibt keine Vorgaben, jeder macht es, wie er will. Ich entscheide, ob ich mich mit weiten, großen Sprüngen vorwärtsbewege oder zwischendurch Salti schlage.“ Der Weg ist das Ziel.

Bei der Passion wird Lämmle gemeinsam mit Parkour Bremen und Freunden mit Rouladen, Passementes rapides und Katzensprüngen  Werbung für seinen Sport machen. Zwischendurch wird der Hindernisparcours freigegeben. Um 12 und 16 Uhr bieten die AOK Bremen/Bremerhaven und Parkour Bremen an beiden Messetagen einen Workshop an. Lämmle weiß: „Da sind ganz viele Leute vor Ort, die ganz viel Erfahrung haben und sie gerne an die Anfänger weitergeben.“

Vielfältiges Programm

Das gilt nicht nur für den Stand der Traceure. Das Programm auf der Passion ist bunt gemixt. Rund um die Themeninseln Urban, Style und Water präsentieren sich in den zwei Hallen alle Fun- und Trendsportarten, die gerade in oder im Kommen sind. Es gibt unzählige Contests, Shows und Workshops. Mit dabei etwa sind die Slackliner, die vor gut drei Jahren einen Verein gegründet haben und nun in der Halle ihre flexiblen Bänder spannen.

Die holländische Tanz-Weltmeisterin Jennifer Romen und der Bremer „DanTheMan“ geben Hip-Hop-Workshops. Besucher können das Stand Up-Paddling testen und dabei tatsächlich nass werden. Sie trainieren in einem 300 Quadratmeter großen Becken. Noch größer ist die Fläche, auf der sich die BMX-Fahrer austoben und hoch über den Rampen samt Rädern kreisen, schrauben und fliegen. Stunt-Scooter-Fahrer liefern sich in den Messehallen einen Best Trick Contest.  

Qualifikation für deutsche Skateboard-Meisterschaft

Breiten Raum nimmt auch der Bar Warrior Cup ein, der nach dem Erfolg aus dem Vorjahr ein weiteres Mal auf der Passion über die Bühne geht. Athleten aus ganz Europa gehen an den Start, um sich an den Barren in den Disziplinen Freestyle und Power Calistenics zu messen. Ganz auf der Retro-Welle tanzen die Rollerskater, die sich erstmals auf der Messe präsentieren. Profis vermitteln Grund- und Basicmoves und wollen die Leidenschaft fürs Tanzen auf Rollen entfachen, die etwa in Hamburg schon wieder große Clubs füllt.  

Fun auf vier Rollen – das passt auch zum Skateboard und dem COS-Cup. Die deutsche Skateboard-Meisterschaft legt auf der Messe Station ein. Deutschlands beste Skater haben die Chance, sich in Bremen für die Endrunde in Rust zu qualifizieren. „Das ist immer ganz cool“, sagt Moritz Niemann, der sich seit fast 20 Jahren dem Skateboarden verschrieben hat. In den Contest aber wird er nicht einsteigen. „Für mich ist Skateboarden Spaß – ohne Leistungsdruck. Der Contestgedanke ist mir völlig fern.“  

Wann immer möglich, zieht er mit Freunden zum Skaten los. Bei Regen schaut er im alten Postamt vorbei, bei gutem Wetter rollt er am liebsten zum Leibnitz-Platz, wo er die Atmosphäre schätzt. Spezielle Rampen gibt es dort nicht. Braucht er auch nicht. Als Street-Scater nutzt er das, was sich ihm auf Plätzen, auf Straßen und in der Stadt bietet.

Video

Hoodtraining aus Bremen

Veränderung der Skaterszene

Wie beim Parkour gibt es auch hier keine Vorgaben. Es gehe darum, sich kreativ auszuleben. Vielfältiger, breit gefächerter, als andere Sportarten wie etwa Fußball das bieten können. Mit 28 Jahren denkt er zwar noch lange nicht ans Aufhören, aber er wird vorsichtiger, wie er selber sagt. „Man denkt schon mehr nach als noch mit 16 Jahren: Große Stufen mache ich nicht mehr, weil ich den Sinn darin nicht mehr sehe. Lieber grinde ich.“  

Als er vor 20 Jahren mit dem Sport begonnen habe, sei Skateboard eher noch ein Randsport gewesen, erzählt er. Heute gibt es eine riesige Skaterszene und Läden, in denen die Skater Boards, Rollen  und den passenden Style kaufen können. Die Möglichkeit, Material und Outfit fürs Skaten, Biken und Tanzen zu shoppen, rundet das Angebot auf der Passion ab. „Die Passion ist ein schönes Erlebnis“, sagt Niemann. „Da ist immer viel Action, und man bekommt einen Einblick in Sportarten, die man noch gar nicht kennt. Und für die, die schon lange in den Szenen unterwegs sind, ist es eine tolle Gelegenheit, Freunde zu treffen.“  

Verlosung

Wir verlosen 5x2 Karten für den Besuch der beiden Messen. Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Passion und Draußen" an gewinne@hb.aok.de.

Einsendeschluss ist der 6. März 2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Infos

Infos zur Messe „Draußen“

Die Passion Sports Convention ist am Samstag und Sonntag, 10. Und 11. März, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 9 Euro (ermäßigt 7,50 Euro).  

Die Tickets gelten auch für die Parallelveranstaltung „Draußen“ in den Hallen 4 und 5.

Weitere Informationen unter passion-bremen.de und draußen-bremen.de

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