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Pflege: Entlastungsbetrag rechtzeitig ausschöpfen

Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad, die in einer häuslichen Umgebung versorgt werden, haben einen Anspruch auf monatlich 125 Euro Entlastungsleistungen. Wer in den vergangenen Jahren nur einen Teil davon ausschöpfen konnte, darf die Restsumme ins Jahr 2018 übertragen. Allerdings gelten bestimmte Fristen.

Fristen beachten

Grundsätzlich müssen die Beträge bis zum 30. Juni des Folgejahres verbraucht werden. Für nicht genutzte Beträge aus 2017 gilt also: Nehmen Sie notwendige Entlastungsleistungen jetzt noch in Anspruch und reichen Sie die Rechnungen dafür spätestens bis zum 30. Juni 2018 bei der AOK ein. Für ältere Guthaben aus 2015 und 2016 sieht das Gesetz sogar eine längere Frist vor. Hier bleibt noch Zeit bis zum 31. Dezember 2018. Nach Ablauf der Frist verfällt das Guthaben.

So nutzen Sie den Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag steht Pflegebedürftigen aller Pflegegrade zu. Er soll die häusliche Pflege unterstützen und dazu beitragen, dass Pflegebedürftige möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Die Leistung ist zweckgebunden. Das Geld wird also nicht pauschal und auch nicht im Voraus ausgezahlt. Stattdessen können Sie sich die Kosten nachträglich erstatten lassen für:

  • Tages- und Nachtpflege, auch für Unterkunft und Verpflegung,
  • Kurzzeitpflege,
  • Leistungen von ambulanten Pflegediensten, in den Pflegegraden 2 bis 5 jedoch nicht für Leistungen im Bereich der Selbstversorgung wie zum Beispiel Körperpflege,
  • Leistungen für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag, zum Beispiel Betreuungsgruppen für Demenzkranke.

So hilft die AOK

Wenden Sie sich an Ihre AOK vor Ort, um zu erfahren, welche Beträge Ihnen aus 2017 oder den beiden Jahren zuvor zur Verfügung stehen. Damit wir Ihnen Kosten erstatten können, benötigen wir die Rechnungen des Dienstleisters. Ein vorheriger Antrag ist nicht erforderlich. Auf Wunsch teilen wir Ihnen auch mit, welche Dienstleister anerkannt sind.

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