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Keine AOK gewählt

Viele junge Neumitglieder und ein Plus von 34 Millionen Euro

Die AOK Bremen/Bremerhaven legt ihre Bilanz für 2016 vor – Sinkt der Zusatzbeitrag für Mitglieder?

Regionale Kassen überzeugen

Bremen, 20. Juni 2017. Viele neue junge Versicherte aus der Region und deutlich geringere Ausgaben als erwartet: Das sind die wesentlichen Gründe für das gute Haushaltsjahr 2016, das die AOK Bremen/Bremerhaven mit einem Überschuss von 34,1 Millionen Euro abgeschlossen hat. Je Mitglied gerechnet ist die AOK damit die erfolgreichste Krankenkasse im Land Bremen. Der Verwaltungsrat der Kasse hat diese Jahresrechnung 2016 in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. „Das ist eine sehr erfreuliche Gesamtentwicklung“, betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Söller gemeinsam mit der alternierenden Vorsitzenden Annette Düring. „Die AOK ist hervorragend aufgestellt – wenn immer mehr junge Menschen hier versichert werden, dann garantiert das zugleich eine sehr solide solidarische Krankenversicherung für die Älteren.“ Das Modell der regionalen Kasse sei überzeugender denn je.

Positive Entwicklung setzt sich 2017 fort

Die Ausgaben sind 2016 nur um 0,1 Prozent gestiegen – damit liegt die AOK im Land Bremen deutlich unter dem (vorläufigen) Durchschnitt der bundesweiten Ausgaben von 3,2 Prozent. „Die positive Finanzentwicklung setzt sich erkennbar auch im ersten Halbjahr 2017 fort“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Olaf Woggan in der Sitzung, „ich gehe nach dem derzeitigem Stand davon aus, dass wir den Zusatzbeitragssatz von 1,1 Prozent voraussichtlich 2018 senken können.“ Die AOK Bremen/Bremerhaven habe auch eine sozialpolitische Verantwortung, die Mitglieder an dieser positiven Entwicklung ihrer Kasse teilhaben zu lassen, betonte Annette Düring.

Kostensteigerungen im Gesundheitswesen

Der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Söller ergänzte, dass die AOK Bremen/Bremerhaven auch in den kommenden Jahren weiter hanseatisch solide wirtschaften werde, um Kostensteigerungen im Gesundheitswesen zu begegnen. Solche Ausgabensteigerungen seien zum Beispiel bei teuren Arzneimitteln oder durch Regelungen des Krankenhausstrukturgesetzes und des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes zu erwarten, die ihre Wirkung erst 2018 entfalten würden.

Durchschnittsalter AOK-Versicherter sinkt

Die Gesundheitskasse ist seit Jahren auf einem Wachstumskurs und versichert aktuell knapp 250.000 Menschen, Ende 2016 waren es 10.000 Versicherte mehr als Ende 2015. Gerade in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen gab es den größten Zuwachs von rund zehn Prozent. Das Durchschnittsalter aller AOK-Versicherten ist innerhalb weniger Jahre von 45 auf 42 Jahre gesunken. Weil junge Menschen in der Regel gesünder sind als ältere, steigen die Ausgaben weniger stark. Außerdem sinken sie in einigen Bereichen sogar. Zu dem Plus beigetragen haben aber auch interne Optimierungsprozesse in der AOK Bremen/Bremerhaven, die eine bessere Versorgung der Versicherten bei gleichzeitig sinkenden Kosten bewirkt haben.

Drei neue Geschäftsstellen geplant

Die AOK Bremen/Bremerhaven will darüber hinaus auch ihren Service und das Beratungsangebot weiter optimieren. Zu den bisher neun Geschäftsstellen sollen nach den Plänen der Gesundheitskasse drei neue Geschäftsstellen in Huchting, Blockdiek und Hemelingen sowie ein Servicepoint in der Überseestadt kommen. Rund 700 Mitarbeiter sind in Bremen und Bremerhaven beschäftigt, dazu kommen 46 Auszubildende. Seit 2013 wurden 95 Mitarbeiter neu eingestellt.

Ausgaben im Überblick

Laut Vorstandschef Olaf Woggan hat die AOK Bremen/Bremerhaven 2016 rund 262,4 Millionen Euro für Krankenhausbehandlungen ausgegeben, das sind pro Versicherten minus 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die ambulante Behandlung bei niedergelassenen Ärzten wendete die AOK rund 127,6 Millionen Euro (plus 1,5 Prozent je Versicherten) auf, für Arzneimittel 107 Millionen Euro (minus 1,9 Prozent je Versicherten). Zahnarztbehandlungen und Zahnersatz schlugen mit rund 43 Millionen Euro (plus 1,8 Prozent je Versicherten) zu Buche.

Pressekontakt

Jörn Hons

AOK Bremen/Bremerhaven

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