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Zusatzbeitrag sinkt auf 0,8 Prozent

Die AOK Bremen/Bremerhaven senkt ihren Zusatzbeitrag 2018 auf 0,8 Prozent. Hintergrund dieser Festlegung ist die gute Haushaltslage der AOK.

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Auf 0,8 Prozent senkt die AOK Bremen/Bremerhaven ab 1. Januar 2018 den Zusatzbeitrag für ihre Mitglieder, 0,3 Prozentpunkte weniger als bisher. Ein Durchschnittsverdiener mit 3500 Euro Gehalt zahlt damit 28 Euro im Monat für den Zusatzbeitrag – gegenüber 38,50 Euro derzeit. Er oder sie spart damit pro Jahr etwa 126 Euro. Insgesamt entlastet die größte Krankenkasse im Land Bremen ihre Versicherten im kommenden Jahr um rund 15 Millionen Euro.

Der AOK-Verwaltungsrat beschloss am 27.10.2017 die Senkung des Zusatzbeitragssatzes und verabschiedete den Haushaltsplan 2018. Er überschreitet zum ersten Mal die 1-Milliarde-Schwelle: 848 Millionen Euro wird die AOK Bremen/Bremerhaven für die Krankenbehandlung und 183 Millionen Euro für Pflegeleistungen im Land Bremen aufwenden.

Gute Haushaltslage der AOK

Die Gesundheitskasse wird im laufenden Jahr 2017 einen deutlichen Überschuss erwirtschaften, nach einem Plus von 34 Millionen Euro im Jahr 2016. Mehr und jüngere Versicherte, eine im Vergleich zu anderen Kassen sehr geringe Ausgabensteigerung und eine gute Wirtschafts- und Beschäftigungslage sind die Hauptfaktoren dieser guten Haushaltslage. Hinzu kommt, dass die AOK Bremen/Bremerhaven ihr gesamtes Ausgabenmanagement neu aufgestellt hat und viele interne Prozesse in Richtung Digitalisierung weiter optimiert.

Die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden Wolfgang Söller und Annette Düring lobten diese positive Entwicklung. Laut Annette Düring entspricht die Senkung des Zusatzbeitrages auch dem sozialpolitischen Auftrag der AOK. „Indem wir den Zusatzbeitragssatz um 0,3 Prozentpunkte senken, reduzieren wir die finanzielle Belastung für den Einzelnen und stärken gleichzeitig die Kaufkraft aller Bremer und Bremerhavener.“ Der amtierende Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Söller betonte, dass der Haushalt der Gesundheitskasse hanseatisch solide kalkuliert sei – und künftige Ausgabensteigerungen berücksichtige.

Gründe für den Erfolg

Über 250.000 Menschen (4,8 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr) sind inzwischen bei der größten Krankenkasse im Land Bremen versichert. Gleichzeitig ist das Durchschnittsalter der Versicherten innerhalb von fünf Jahren auf rund 42 Jahre gesunken. 2012 lag das Durchschnittsalter noch bei 44,5 Jahren. „Wir haben in jüngster Vergangenheit viele neue, junge Versicherte aufgenommen – neben vielen neuen beschäftigten Arbeitnehmern auch viele Migranten aus den europäischen Staaten, aber auch etliche ehemalige Flüchtlinge aus Krisengebieten“, betonte der Vorstandsvorsitzende Olaf Woggan.

Durch die hohe Zahl junger Versicherter sinken zwar relativ auch die Einnahmen der AOK Bremen/Bremerhaven aus dem Gesundheitsfonds. Die Ausgaben sinken aber noch stärker. „Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesversicherungsamt (BVA) hat diesen Überdeckungseffekt in seinem Sondergutachten zum Risikostrukturausgleich zutreffend beschrieben. Wobei ich überzeugt bin, dass der Effekt nur dann wirklich eintritt, wenn die Kasse eine solche Entwicklung durch konsequentes Ausgabenmanagement begleitet und steuert. Das haben wir getan“, unterstrich der Vorstandschef.

Das spiegelt sich heute schon in den Ausgaben der AOK wider: 2016 etwa sanken die Behandlungskosten im Krankenhaus bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche deutlich, auch ging die Zahl der Krankheitsfälle erkennbar zurück. Gleiches gilt für Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (typisch: Rückenerkrankungen), bei Stoffwechselerkrankungen (typisch: Altersdiabetes) oder schweren Atemwegserkrankungen. Dagegen stiegen die Ausgaben für Schwangerschaft und Geburt erkennbar an. Ein ähnlicher Trend lässt sich an den Arzneimittelausgaben ablesen: Auch hier gingen die Ausgaben für Herz-Kreislaufmedikamente, für Stoffwechselkrankheiten, für urologische Erkrankungen oder Muskel- und Skelettkrankheiten zum Teil deutlich zurück.

Neue Leistungen der AOK Bremen/Bremerhaven

Die AOK Bremen/Bremerhaven will im kommenden Jahr auch mit neuen Leistungen punkten: so soll es zum Beispiel eine zweite professionellen Zahnreinigung pro Jahr geben, außerdem Impfungen vor Auslandsreisen oder besonderen Leistungen für junge Familien. „Damit wollen wir viele neue Mitglieder überzeugen und die solidarische Krankenversicherung in der Region stärken“, sagte Woggan. Der Verwaltungsrat wird diese Leistungen im Dezember beraten und beschließen.

„Wir werden im kommenden Jahr aber auch weiter in mehr Service und Nähe zu unseren Versicherten investieren“, ergänzte der Vorstandschef. So will die AOK im kommenden Jahr zwei neue Geschäftsstellen eröffnen – in der Bremer Überseestadt und im Stadtteil Huchting. Man stelle sich damit gegen den Trend im Bundesgebiet, die Zahl der Geschäftsstellen immer weiter zu reduzieren, sagte Woggan.

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